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Das 2000. Baby der Rems-Murr-Kliniken ist 2026 ein Frühchen

Blumen für die Baby-Eltern: Mit Arabella und Giuseppe Spataro freuen sich Miriam Föhl (links, Kinderintensiv-Pflege), Sabrina Hahn (Assistenzärztin der Kinderklinik), Dr. Julia Diedrich (Oberärztin der Kinderklinik), Hebamme Elina Braun und Dr. Angela Lihs (Leitende Oberärztin der Geburtshilfe) © RMK

Gaia kam am 31. August im Klinikum Winnenden zur Welt – gesund und 770 Gramm leicht

Sehnlichst gewünscht und schon in der 26. Schwangerschaftswoche da: Über das 2000. Baby, das in den Rems-Murr-Kliniken dieses Jahr zur Welt kam, freut sich mit den Eltern auch das Team des Perinatalzentrums am Klinikum Winnenden. Hier wurde die kleine Gaia Spataro am 31. August um 23.04 Uhr geboren – 14 Wochen zu früh und per Kaiserschnitt, denn bei ihrer Mama hatten plötzlich starke Blutungen eingesetzt, der Muttermund war bereits offen und das Baby steckte in Beckenendlage. „Für die beiden wäre es gefährlich geworden, wenn wir gewartet hätten“, sagt die Leitende Oberärztin der Geburtshilfe, Dr. Angela Lihs. Sie hatte Mutter und Baby bereits seit Mitte Juli in der Schwangerenambulanz unter engmaschiger Beobachtung und bat ein- bis zweimal pro Woche zum Check ins Klinikum. „Die Mama hat bereits zwei Kinder gesund ausgetragen und bei uns in der Klinik ganz normal entbunden. Aber man muss halt mit allem rechnen. Beim dritten Kind bahnte sich eine Komplikation an, und wir wollten das im Auge behalten. Der Sommerurlaub musste daher leider ausfallen für die Familie.“

Frühchen Gaia kommt per Kaiserschnitt auf die Welt

Als Arabella Spataro dann am 31. August plötzlich mit Blutungen ins Klinikum kommt, bleibt die 33-jährige Weinstädterin erstmal im Kreißsaal. Banges Hoffen: Darf sie wieder nachhause? Lässt sich das Baby noch ein paar Wochen im Bauch halten, damit es weiter heranreifen kann? Doch die Blutungen werden stärker statt schwächer. Der Kaiserschnitt verläuft komplikationslos, danach kuscheln die Eltern noch vier Stunden lang mit Töchterchen Gaia, das auf eine Männerhand passt und 770 Gramm wiegt: Dieses tägliche „Bonding“ direkt nach der Geburt und in den nächsten Wochen stärkt die Bindung und ist besonders für Frühchen ein lebenswichtiger Körperkontakt.

Anders als geplant: Gender-Reveal im Kreißsaal

„Als es vorigen Montag losging, wusste ich noch nicht mal, dass es ein Mädchen wird. Es war ja so früh, ich hatte noch viel vor, wollte zum Babybauch-Shooting, überlegte Namen, plante eine Gender-Party. Die fand dann halt im Kreißsaal statt“, erzählt Arabella Spataro eine Woche später und hat ihren Humor zurück. „Ich bin eigentlich stark, aber in dieser Ausnahmesituation hatte ich plötzlich Heul-Attacken. Auch der Klinikseelsorger kam vorbei, das tat wirklich gut.“ Tage zwischen Glück und Schock, Lachen und Weinen hat sie hinter sich. Nachts wacht sie immer noch auf, damit sie sofort bereit ist, falls die Klinik anrufen sollte. Jeden Abend besucht sie nun drei, vier Stunden ihr Baby, hilft beim Versorgen, füttert Gaia Milliliter um Milliliter Milch aus der klinikeigenen Frauenmilchbank. Highlight des Tages ist natürlich das Bonden, und das möchte sie über die Zeitung unbedingt anderen Frühchen-Eltern weitererzählen: „Das ist so schön und so wichtig für das Baby, und es regt außerdem meine eigene Milchbildung an, damit diese bald ausreicht.“

Beim Bonding können Eltern und Baby kuscheln und sich kennenlernen

Gaia schmiegt sich auf der Frühchen-Station an ihre Brust. Haut an Haut, das Baby mit Mützchen warm eingemummelt, liegen die beiden in einem Sessel neben dem Inkubator. Er ist noch bis zum errechneten Geburtstermin Mitte Dezember Gaias Zuhause und der Hoffnungsort für ihre Eltern. „Wenn ich sie bei mir habe, merke ich inzwischen, dass sie mich erkennt. Sie schlabbert schon ein bisschen an mir herum und schmeckt mich. Und sie motzt auch schon und weiß, was sie will. Italienisches Temperament.“ Neben dem Stuhl sitzt Papa Giuseppe, ein bisschen übernächtigt, aber glücklich. Seine Hand liegt auf seinen beiden Liebsten. Auch er darf in den nächsten Wochen bonden, kuscheln und kostbare Zeit mit seiner Tochter verbringen, die sie fürs Leben prägen wird. „Gaia ist griechisch und steht für Stärke, für die Göttin der Erde“, sagt der Papa. „Das passt doch, sie wollte schließlich so schnell wie möglich auf diese Welt.“

Gut versorgt im Perinatalzentrum Level 1: Gaia entwickelt sich gut

Seit der Geburt hat sich die kleine Gaia gesund entwickelt und ist stabil. „In den ersten zehn Tagen sind Frühchen noch anfällig für Hirnblutungen“, sagt die Oberärztin der Kinderklinik, Dr. Julia Diederich. „Deshalb vermeidet man alle Erschütterungen wie etwa Transporte. Die brauchen wir in unserem Perinatalzentrum auch nicht, denn in Winnenden arbeiten Geburtshilfe und Neonatologie Tür an Tür unter einem Dach.“ Und zwar auf höchstem Qualitätsniveau mit Zertifizierung als Level-1-Zentrum. In den kommenden Wochen wird besonders auf die Atmung geachtet: Ist sie regelmäßig? Setzt sie manchmal aus? „Gaia musste nicht intubiert werden, bei ihr reicht eine unterstützende Maske“, sagt Diederich und ist daher zuversichtlich, dass die Kleine auch diese nächste Hürde meistert. „Sie muss in den nächsten Wochen vieles lernen, vom Atmen angefangen. Das ist eine große Leistung für unsere Frühchen.“

Ein interdisziplinäres Team kümmert sich um Mama und Kind

Eine wichtige Rolle spielen dabei jetzt die Intensivpflegekräfte der Kinderklinik, die rund um die Uhr bereitstehen und die Frühchen samt Überwachungsmonitoren nicht aus den Augen lassen. „Wir sind sehr glücklich mit der Betreuung in der Winnender Klinik und dem ganzen Team unheimlich dankbar, was sie für uns tun“, sagt Arabella Spataro. Sieben Fachkräfte von Anästhesie bis OP-Pflege waren beim Kaiserschnitt dabei, Gynäkologinnen und Kinderärzte eingeschlossen. Im Kreißsaal kümmerten sich Ärzte, Hebamme und Kinderintensivpflege um Mutter und Baby. „Die machen hier alle so einen tollen Job, sind unglaublich lieb und einfühlsam, dabei fachlich top und reden ehrlich Klartext. Das war schon bei der Geburt unserer beiden älteren Kinder so. Die sind jetzt schon 9 und 6 und können zum Glück zur Oma, wenn wir hier bei Gaia sind. Und bald dürfen die beiden auch mitkommen und ihre kleine Schwester begrüßen.“

Geburtenentwicklung in den Rems-Murr-Kliniken

Die Zahl der Neugeborenen an beiden Standorten der Rems-Murr-Kliniken in Winnenden und in Schorndorf entwickelt sich 2026 weiterhin stabil und – entgegen dem allgemeinen Deutschland-Trend – sogar positiv: Mit Blick auf das Jahresende rechnen die Rems-Murr-Kliniken mit annähernd 3.200 Babys, das wären rund 6 Prozent mehr als noch 2025.

Die Geburtenzahlen des Statistischen Bundesamt folgen hingegen einem stetigen Abwärtstrend: Allein zwischen 2021 und 2025 ging die Zahl der in Deutschland geborenen Babys von 795.492 (davon 408.464 männlich) auf 654.241 (davon 336.112 männlich) deutlich zurück.

Auch beim Geschlechterverhältnis weichen die Rems-Murr-Kliniken aktuell vom Deutschland-Trend ab. Denn während bundesweit meist mehr Jungen geboren werden – im Schnitt der letzten Jahre kommen 105 Jungs auf 100 Mädchen –, haben männliche Neugeborene in den Rems-Murr-Kliniken 2026 wohl das Näschen nur einen Hauch vorne: 50,7% der Babys des Jahrgangs sind bisher Jungs, 49,3% sind Mädchen. Somit sorgt die kleine Gaia Spataro in der Geburtenstatistik dafür, dass sich das Geschlechterverhältnis ein bisschen Richtung weiblich verschiebt.

Weitere Informationen über die Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet unter www.rems-murr-kliniken.de und in den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.

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