Schmerzende Gelenke, Multiples Myelom und Endometriose
Was tun, wenn die Gelenke schmerzen? Dieser Frage widmet sich der erste „Medizin-am-Mittwoch“-Vortrag im Juli und stellt sowohl konservative als auch operative Behandlungsmöglichkeiten vor. Im Mittelpunkt des zweiten Vortrags steht ein deutlich selteneres Krankheitsbild: das Multiple Myelom. Da eine frühzeitige Diagnose entscheidend für den Behandlungserfolg ist, geht es im Vortrag auch um Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten können. Den Abschluss macht ein Vortrag über Endometriose, der aufzeigt, wie Symptome gelindert werden können. Rund eine von zehn gebärfähigen Frauen ist von dieser Erkrankung betroffen und leidet teils unter starken Beschwerden bis hin zum unerfüllten Kinderwunsch.
Die Fachvorträge vermitteln praxisnahe Informationen zu Ursachen und Symptomen sowie zu modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Gesundheitsexperten der Rems-Murr-Kliniken Fragen aus dem Publikum.
Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 17 Uhr am Standort Winnenden (Cafeteria Auszeit) oder Schorndorf (Gesundheitszentrum) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
„Schmerzende Gelenke behandeln“ – Vortrag am 1. Juli um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinikum Winnenden
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Verschleißerkrankungen der Gelenke. Der natürliche Gelenkverschleiß kann die Beweglichkeit teils erheblich einschränken und Schmerzen verursachen. Besonders betroffen sind große, tragende Gelenke, doch auch kleinere, stark beanspruchte Gelenke können Beschwerden verursachen. Neben Arthrose führen häufig Verletzungen oder Fehlbelastungen zu Schmerzen im Bewegungsapparat. Wie man Auslöser schmerzender Gelenke identifiziert und anschließend wirksam behandelt, erläutert Dr. Joachim Singer, Chefarzt Unfallchirurgie und Orthopädie am Rems-Murr-Klinikum Winnenden und Leiter des zertifizierten Endoprothetik-Zentrums. Physiotherapeutin Beate Marquardt ergänzt die Vortragsinhalte um praktische Übungen, die helfen, mobil zu bleiben oder nach einem Eingriff wieder mobil zu werden.
„Neue Therapiestrategien beim Multiplen Myelom“ – Vortrag am 8. Juli um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinikum Winnenden
Das Knochenmark ist zentral für unser Immunsystem: Hier entstehen unter anderem Plasmazellen, die für die Bildung von Antikörpern verantwortlich sind. Geraten die Plasmazellen außer Kontrolle, entsteht das Multiple Myelom. Es ist die häufigste Krebserkrankung des Knochens und des Knochenmarks und zeigt sich dort in Form von vielen (=multiple) Tumorherden (=Myelom). Die Symptome sind zunächst unspezifisch, dazu gehören beispielsweise Müdigkeit, Gewichtsverlust, Infektanfälligkeit, schäumender Urin oder Knochenschmerzen im Rücken. Dadurch bleibt die Erkrankung oft über längere Zeit unentdeckt. Einmal erkannt, kann sie mit der passenden Behandlung meist über viele Jahre in Schach gehalten werden. Die Behandlungsmöglichkeiten hängen vom Stadium der Erkrankung ab. Wie das Multiple Myelom am besten diagnostiziert wird und welche Therapien heutzutage vielversprechend sind, erläutert Joana Millo, Oberärztin im Bereich Hämatologie und Expertin im zertifizierten Leukämie- und Lymphom-Zentrum am Rems-Murr-Klinikum Winnenden.
„Endometriose verstehen und behandeln“ – Vortrag am 15. Juli um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Endometriose ist unter Frauen weit verbreitet und einer der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch. Bei dieser chronischen Erkrankung wuchert Gewebe, das der Gebärmutter ähnelt, an falschen Stellen – beispielsweise an den Eierstöcken oder am Darm. Oft bleibt Endometriose lange unbemerkt oder verursacht verschiedenartige, teils starke Beschwerden. Bis zu einer Diagnose dauert es häufig Jahre. Obwohl eine Heilung derzeit nicht möglich ist, können verschiedene Behandlungsmöglichkeiten die Symptome deutlich lindern. Dr. Aynur Cekici, Oberärztin Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Leitung des zertifizierten Endometriose-Zentrums an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf, informiert über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Endometriose. Sie erläutert auch, für wen welche Therapien geeignet sind.
Die nächsten Termine der Veranstaltungsreihe, weitere Informationen über die Rems-Murr-Kliniken und medizinische Videos zu Krankheitsbildern und Therapien gibt es im Internet unter www.rems-murr-kliniken.de und in den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.