Inkontinenz, gynäkologische Krebserkrankungen und Endometriose
Winnenden/Schorndorf. Die neuen Termine der Vortragsreihe Medizin am Mittwoch widmen sich im Juni überwiegend der Frauengesundheit. Der erste Vortrag behandelt Senkungsprobleme und Inkontinenz. Obwohl diese Beschwerden vor allem Frauen betreffen, sind sie im fortgeschrittenen Alter auch bei Männern keine Seltenheit. Der zweite Vortrag gibt einen Überblick über Krebserkrankungen im weiblichen Fortpflanzungssystem, inklusive verschiedener Tumorarten und ihren Behandlungsmöglichkeiten. Zuletzt steht Endometriose im Fokus: Wie kann sie frühzeitig erkannt und behandelt werden? Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Gesundheitsexperten der Rems-Murr-Kliniken Fragen.
Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 17 Uhr am Standort Winnenden (Cafeteria Auszeit) oder Schorndorf (Gesundheitszentrum/ GeZe) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
„Inkontinenz und Senkung – was tun?“ – Vortrag am 4. Juni um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinikum Winnenden
Wenn das Bindegewebe oder die Beckenbodenmuskulatur nachlassen, können sich innere Organe wie Blase, Darm oder Gebärmutter absenken. Besonders häufig betroffen ist die Harnblase, was in vielen Fällen zu unwillkürlichem Harnverlust führt. Frauen sind hiervon deutlich häufiger betroffen als Männer, da Schwangerschaft und Geburt den Beckenboden stark beanspruchen. Weitere Risikofaktoren sind schweres Heben, Tragen, chronischer Husten, Übergewicht oder hormonelle Veränderungen während der Wechseljahre. Oft wird über eine schwache Blase oder Probleme, den Stuhl zu halten, aus Scham nicht gesprochen, obwohl in vielen Fällen eine gezielte Therapie Abhilfe schaffen könnte. Die Expertinnen und Experten des Interdisziplinären Kontinenz- und Beckenbodenzentrum des Rems-Murr-Klinikums Winnenden informieren über wirksame Behandlungsmethoden, darunter Dr. Matthias Merkle, Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie, Boris Jukic, Oberarzt Gynäkologie und Geburtshilfe, Othman Alzeedyein, Oberarzt Urologie und Dr. Julia Halbmann, Oberärztin und Gynäkologie und Geburtshilfe.
„Von Eierstock- bis Gebärmutterhalskrebs: Prävention, Früherkennung und Behandlung“ – Vortrag am 11. Juni um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinikum Winnenden
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Doch neben der weiblichen Brust können Tumore auch an den Geschlechtsorganen entstehen. Nach der Gebärmutter sind die Eierstöcke häufig betroffen, gefolgt von Vulva- und Vaginalkrebs. Während Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkannt werden kann, gibt es für anderen Krebserkrankungen des weiblichen Fortpflanzungssystems keine zuverlässige Früherkennungsmethoden. Umso entscheidender ist es, auf mögliche Warnzeichen zu achten. Das können abhängig vom jeweiligen Tumor ungewöhnliche Blutungen, auffälliger Ausfluss oder Unterleibsschmerzen sein. Dr. med. Jens Haßfeld, Leitender Oberarzt Gynäkologie und Geburtshilfe gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die gynäkologischen Krebserkrankungen, möglichen Symptomen und die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten.
„Endometriose verstehen und behandeln“ – Vortrag am 18. Juni um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Endometriose ist unter Frauen weit verbreitet und der häufigste Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. Bei dieser chronischen Erkrankung wuchert Gewerbe, das der Gebärmutter ähnelt, an falschen Stellen – beispielsweise an den Eierstöcken oder am Darm. Oft bleibt die Endometriose lange unbemerkt bleiben oder verursacht verschiedenartige, teils starke Beschwerde. Bis zu einer Diagnose dauert es häufig Jahre. Obwohl eine Heilung derzeit nicht möglich ist, können verschiedene Behandlungsmöglichkeiten die Symptome deutlich lindern. Dr. Jens Haßfeld, Oberarzt Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Leiter des Endometriose-Zentrums an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf, informiert über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Endometriose. Er erläutert auch, für wen welche Therapien geeignet sind.
Die nächsten Termine der Veranstaltungsreihe, weitere Informationen über die Rems-Murr-Kliniken und medizinische Videos zu Krankheitsbildern und Therapien gibt es im Internet unter www.rems-murr-kliniken.de und in den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.