Darmkrebsmonat März: Darm im Fokus und Vorhofflimmern
Im Darmkrebsmonat März rückt die medizinische Vortragsreihe die Darmgesundheit in den Mittelpunkt. Zwei Vorträge widmen sich zentralen Fragen rund um Prävention und moderne Therapie: Ein Vortrag zeigt auf, wie wichtig Vorsorge und Früherkennung bei Darmkrebs sind. Der andere stellt eine wissenschaftlich fundierte Methode vor, mit der Patientinnen und Patienten nach einer Darm-Operation wieder schnell auf die Beine kommen. Zusätzlich steht das weitverbreitete und oft unbemerkte Vorhofflimmern auf dem Programm, das schwerwiegende Folgen haben kann. Die Fachvorträge vermitteln praxisnahe Informationen zu Ursachen und Symptomen sowie modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Gesundheitsexperten der Rems-Murr-Kliniken Fragen aus dem Publikum.
Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 17 Uhr am Standort Winnenden (Cafeteria Auszeit) oder Schorndorf (Gesundheitszentrum) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
„Wenn das Herz aus dem Takt gerät: Was hilft bei Vorhofflimmern?“ – Vortrag am 4. März um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinikum Winnenden
Weltweit leiden mehr als 60 Millionen Menschen an Vorhofflimmern. Bei der weitverbreiteten Herzrhythmusstörung schlägt das Herz unregelmäßig, häufig auch zu schnell oder zu langsam. Dadurch pumpt es weniger Blut in den Körper, und das Risiko für eine Herzschwäche oder einen Schlaganfall steigt deutlich. Das Tückische ist: Nur jeder zweite Betroffene verspürt Beschwerden wie Herzklopfen oder Herzrasen, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel oder Brustschmerzen. Wie Vorhofflimmern zuverlässig erkannt wird und welche Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen, erläutert Dr. Fabian Stimpfle, Oberarzt Kardiologie. Zudem stellt er eine innovative Technik vor: die sogenannte Pulsed Field Ablation (PFA). Seit rund einem Jahr wird an den Kliniken mithilfe von elektrischen Impulsen auf das betroffene Herzgewebe eingewirkt.
„Darmkrebsmonat März: Vorsorge kann Leben retten“ – Vortrag am 11. März um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinikum Winnenden
Kaum eine Krebsart lässt sich so gut verhindern wie Darmkrebs. Frühzeitig erkannt, ist er in den allermeisten Fällen heilbar. Da sich Darmkrebs über einen langen Zeitraum aus gutartigen Schleimhautveränderungen entwickelt, können durch konsequente Vorsorge bereits Krebsvorstufen erkannt und entfernt werden – noch bevor er überhaupt entsteht. Dennoch ist Darmkrebs hierzulande die zweithäufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Die Experten vom zertifizierten Darmkrebszentrum am Rems-Murr-Klinikum Winnenden – Prof. Dr. Steffen Kunsch (Chefarzt Gastroenterologie, Allgemeine Innere Medizin und Geriatrie), PD Dr. Christophe Müller (Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie) und Prof. Dr. Markus Schaich (Chefarzt Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin) – informieren über Vorsorge und Früherkennung als auch die operativen und onkologischen Behandlungs-möglichkeiten von Darmkrebs am Standort Winnenden.
„Schneller fit nach Darm-OP mit dem ERAS-Konzept“ – Vortrag am 18. März um 17 Uhr, Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Eine Darmoperation ist für den Körper belastend. Je nach individueller Situation kann es wenige Tage bis mehrere Wochen dauern, bis man sich wieder vollständig erholt hat. Wie schnell der Heilungsprozess verläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Viele davon lassen sich aktiv beeinflussen. Genau hier setzt das sogenannte ERAS-Konzept („Enhanced Recovery After Surgery“, übersetzt etwa „bessere Genesung nach einer Operation“) an. Ziel des wissenschaftlich fundierten Programms ist es, den Krankenhausaufenthalt zu verkürzen und die Genesungszeit sowie mögliche Komplikationen zu verringern. Es startet bereits vor dem Eingriff, zusammen mit allen an der Behandlung beteiligten Disziplinen, beispielsweise Chirurgen oder Physiotherapeuten. Wichtige Bausteine sind unter anderem gezielte Ernährung, körperliche Aktivität und Maßnahmen zur Stressverringerung. Chefarzt Dr. Christoph Ulmer (Allgemein- und Viszeralchirurgie, Rems-Murr-Klinik Schorndorf) stellt das ERAS-Konzept mit seinen belegten Vorteilen vor und erläutert, in welchen Fällen es angewendet wird.