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Mehr Routine für den Ernstfall: Förderverein spendet Simulationspuppen für die Notaufnahme

Winnender Förderverein spendet Simulationspuppen an die Notaufnahme. Trainings sorgen für mehr Routine im Notfall.
Dreh- und Angelpunkt der Trainings: Chefärztin Dr. Kerstin Kunz und Bereichsleitung Benjamin Discher stellen Dr. Christian Schliep (Klinikleiter Rems-Murr-Klinikum Winnenden), Hans Werner Reinhard (Vorstandsvorsitzender Förderverein) und Landrat Dr. Richard Sigel (Aufsichtsratsvorsitzender) die Simulationspuppen vor. © Michael Fuchs/Rems-Murr-Kliniken

Regelmäßige Trainings unter realistischen Bedingungen erhöhen Patientensicherheit

Winnenden. Lebensbedrohliche Notfälle erfordern schnelles und eingespieltes Handeln. Dank einer Spende des Fördervereins des Rems-Murr-Klinikums Winnenden kann die Notaufnahme solche Szenarien mit einer Familie hochmoderner Übungspuppen unter realistischen Bedingungen trainieren. Das stärkt die Zusammenarbeit im Team und erhöht die Sicherheit für Patientinnen und Patienten.

Nicht jede Notfallsituation ist alltäglich. Umso wichtiger ist es, regelmäßig zu üben, damit jeder Handgriff sitzt und keine wertvolle Zeit verloren geht. Das ist in Bereichen, in denen viele verschiedene Berufsgruppen, Fachdisziplinen und wechselnde Teams zusammenarbeiten, besonders wichtig. Im Mittelpunkt steht hier neben medizinischen Fachkompetenzen deshalb insbesondere Kommunikation, Rollenverteilung und Entscheidungsfindung unter Zeitdruck. Dieses reibungslose Zusammenspiel entscheidet letztlich über den Behandlungserfolg und kann trainiert werden.

Üben für den Ernstfall: Standortübergreifend, interdisziplinäre und mit allen beteiligten Berufsgruppen

Das Ausbildungs- und Trainingsprogramm findet seit diesem Jahr auch standortübergreifend statt. An jedem Standort trainieren alle an der Notfallversorgung beteiligten Berufsgruppen, wie Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie andere Fachdisziplinen in wechselnder Besetzung zweimal im Monat. Mit den Puppen wird ein realitätsnahes Szenario nachgestellt, beispielsweise eine Reanimation, die Versorgung Schwerstverletzter oder die Behandlung anderer lebensbedrohlicher Erkrankungen.

„Die Trainings bilden typische Notfallsituationen nach – jedoch ohne Risiko und in einem geschützten Rahmen. So können die klare Kommunikation, abgestimmte Abläufe und die Zusammenarbeit im Team, auch in wechselnden Konstellationen, gestärkt werden. Dadurch weiß im Ernstfall jeder jederzeit, was zu tun ist“, erklärt Dr. Kerstin Kunz, Chefärztin der Interdisziplinären Notaufnahme Winnenden, die gemeinsam mit ihrer Chefarzt-Kollegin vom Standort Schorndorf das Training mit Simulationspuppen ins Leben gerufen hat.

Fördervereine der Rems-Murr-Kliniken spenden zwei Puppenfamilien

Die Simulationspuppen sind Teil eines standortübergreifenden Ausbildungs- und Trainingsprogramms und kommen in den Notaufnahmen beider Standorte zum Einsatz. Daher haben die Fördervereine gemeinsam jeweils eine Puppenfamilie pro Standort finanziert. Zur Puppenfamilie gehört ein Erwachsener, ein Kleinkind und ein Säugling sowie ein Knochenbohrer und andere Hilfsmittel. Die Anschaffungskosten betragen rund 8.500 Euro pro Standort.

„Wir freuen uns, mit unserer Spende die Notfallversorgung gezielt unterstützen zu können. Uns ist es wichtig, dass unsere Fördermittel dort ankommen, wo sie einen spürbaren Mehrwert für die Patientinnen, Patienten und die Mitarbeitenden leisten. Von dieser Anschaffung profitieren alle Beteiligten“, sagt Hans Werner Reinhard, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Rems-Murr-Klinikum Winnenden e.V.

Dank an den Förderverein Rems-Murr-Klinikum Winnenden e.V.

Dr. Christian Schliep, Klinikleiter des Rems-Murr-Klinikums Winnenden: „Wir bedanken uns herzlich bei den Spenderinnen, Spendern sowie beim Förderverein für diese wichtige Anschaffung und das kontinuierliche Engagement. Ein starker Förderverein ermöglicht es uns, auch über die reguläre Finanzierung hinaus wichtige Projekte und Investitionen umzusetzen, die unsere medizinische Versorgung noch besser machen.“

Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich der gemeinnützige Förderverein Rems-Murr-Klinikum Winnenden e.V. für Anschaffungen und Projekte, die direkt den Patientinnen und Patienten, den Angehörigen sowie den Mitarbeitenden zugutekommen. Bislang wurden rund 140.000 Euro gesammelt, die beispielsweise in die Frauenmilchbank, den Andachtsraum oder den Bunten Kreis Rems-Murr geflossen sind.

Weitere Informationen über die Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet unter www.rems-murr-kliniken.de und in den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.

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