Regelmäßige Trainings unter realistischen Bedingungen erhöhen Patientensicherheit
Schorndorf. Sie atmen, haben Puls und können lebensbedrohliche Notfälle simulieren: Der Verein der Freunde der Rems-Murr-Klinik Schorndorf hat der Notaufnahme eine Familie hochmoderner Übungspuppen für Simulationstrainings gespendet. Mit ihnen trainieren die Teams der Notaufnahme regelmäßig lebensbedrohliche Situationen unter realistischen Bedingungen. Das sorgt für mehr Routine im Ernstfall und mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten.
Vor allem bei selten vorkommenden Fällen ist Üben wichtig
Nicht jede Notfallsituation kommt täglich vor. Kindernotfälle etwa sind vergleichsweise selten. Umso wichtiger ist es, dass auch diese regelmäßig geübt werden, damit jeder Handgriff sitzt und keine wertvolle Zeit verloren geht. Das ist in Bereichen, in denen viele verschiedene Berufsgruppen, Fachdisziplinen und wechselnde Teams zusammenarbeiten, besonders wichtig. Im Mittelpunkt steht hier neben medizinischen Fachkompetenzen deshalb insbesondere klare Kommunikation, Rollenverteilung und Entscheidungsfindung unter Zeitdruck. Dieses reibungslose Zusammenspiel entscheidet letztlich über den Behandlungserfolg und kann trainiert werden.
Trainings finden standortübergreifend mit allen beteiligten Berufsgruppen statt
Das Ausbildungs- und Trainingsprogramm findet seit diesem Jahr auch standortübergreifend statt. An jedem Standort trainieren alle an der Notfallversorgung beteiligten Berufsgruppen, wie Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie andere Fachdisziplinen in wechselnder Besetzung zweimal im Monat. Mit den Puppen werden realitätsnahe Szenarien nachgestellt, wie beispielsweise die Versorgung Schwerstverletzter, eine Reanimation oder die Behandlung anderer lebensbedrohlicher Erkrankungen.
„Die Trainings greifen Fälle aus dem echten Leben auf und helfen dabei, alle Situationen gut zu beherrschen und als Team optimal zusammenzuarbeiten“, sagt Dr. Angela Rothermel, Chefärztin der Interdisziplinären Notaufnahme Schorndorf, die gemeinsam mit ihrer Chefarzt-Kollegin vom Standort Winnenden das Training mit Simulationspuppen ins Leben gerufen hat.
Fördervereine spenden jedem Standort eine Puppenfamilie für Trainingszwecke
Die Simulationspuppen sind Teil eines standortübergreifenden Ausbildungs- und Trainingsprogramms und kommen in den Notaufnahmen beider Standorte zum Einsatz. Daher haben die Fördervereine gemeinsam jeweils eine Puppenfamilie pro Standort finanziert. Zur Puppenfamilie gehört ein Erwachsener, ein Kleinkind und ein Säugling sowie Monitore zur Darstellung sämtlicher Vitalparameter, die digitale Steuerung über Tablet sowie weitere Hilfsmittel. Die Anschaffungskosten betragen rund 8.500 Euro pro Standort.
„Mit unserer Spende investieren wir direkt in die Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Denn eine gute Ausbildung und regelmäßiges Training machen in der anspruchsvollen Notfallversorgung einen großen Unterschied“, sagt Silke Palmer, Vorsitzende des Vereins der Freunde der Rems-Murr-Klinik Schorndorf.
Vielen Dank an den Verein der Freunde der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Dr. Rainer Pfrommer, Klinikleiter der Rems-Murr-Klinik Schorndorf: „Wir bedanken uns herzlich für diese wichtige Anschaffung. Gleichzeitig freuen wir uns einmal mehr, mit unserem Förderverein einen starken Partner an unserer Seite zu wissen, der die Rems-Murr-Klinik Schorndorf seit vielen Jahren mit seinem Engagement nachhaltig stärkt.“
Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich der gemeinnützige Verein der Freunde der Rems-Murr-Klinik Schorndorf für Anschaffungen und Projekte, die direkt den Patientinnen und Patienten sowie den Mitarbeitenden zugutekommen. Rund eine Million Euro hat der Förderverein schon investiert, beispielsweise in Medizintechnik, in Fortbildungen, in die Ausstattung von Stationen oder die Infrastruktur.
Weitere Informationen über die Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet unter www.rems-murr-kliniken.de und in den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.