Im künftigen Klinik-Herzstück werden ambulante und stationäre Angebote bedarfsgerecht weiterentwickelt / „Spitzenmäßige Versorgung mit hoher Strahlkraft“
Das künftige Herzstück der Rems-Murr-Klinik Schorndorf liegt unter einer winterlichen Decke, darunter wird auch bei Kälte und Schnee fleißig gebaut. Seit dem Richtfest im vergangenen Oktober, das auch Leonie Dirks, Ministerialdirektorin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg und die Mitglieder des Kreistags mitfeierten, geht es hinter den Kulissen stetig weiter voran – inzwischen bereits mit komplett neuem Labor und neuer Technik. Seit Mitte Januar strahlt nun auch die Zentrale Patientenaufnahme (ZPA) als heller, großzügiger Kontaktpunkt mit Tageslicht von oben.
„Wir freuen uns, dass der Baufortschritt in der Klinik Schorndorf mit der neu gestalteten Patientenaufnahme immer sicht- und spürbarer wird“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Der neue Funktionsbau macht sich bereit für seine künftigen Aufgaben, und jeder Entwicklungsschritt untermauert, dass wir für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende optimale Bedingungen schaffen. Wir werden weiterhin eine moderne, spitzenmäßige Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis anbieten. Dafür haben wir die die Rückendeckung vom Land, das den Neubau mit 73 Millionen Euro, also mit mehr als 60 Prozent, fördert“, so Dr. Sigel. Der Aufsichtsratsvorsitzende sieht die Kliniken gut aufgestellt und angesichts der schleppenden Entwicklung der Krankenhausreform gleichzeitig vor gewaltigen Herausforderungen. „Wir haben mit unseren Rems-Murr-Kliniken die Hausaufgaben gemacht, müssen jedoch der Realität ins Auge schauen: Es gibt aktuell keinen Rückenwind aus Berlin für eine solide Krankenhausfinanzierung. Wir haben als Kreis zukunftsfähige Versorgungsstrukturen geschaffen. Der neue Funktionsbau am Standort Schorndorf wird Strahlkraft im Kreis und über die Kreisgrenzen hinaus haben. Er markiert einen Meilenstein in unserer 2017 beschlossenen Medizinkonzeption. Angesichts der Herausforderungen werden wir diese nun weiterentwickeln. Ziel ist eine spitzenmäßige Versorgung der Bevölkerung, die wir uns auch auf Dauer leisten können.“
Bis 2028 entsteht in Schorndorf auf dem ehemaligen Parkgelände neben den Bettenhäusern auf 12.400 Quadratmetern und über drei Stockwerke Raum für zeitgemäße Patientenversorgung und Medizin. „Sowohl stationäre als auch ambulante Angebote planen und verzahnen wir am Standort Schorndorf so, dass wir Wege kurzhalten, Abläufe optimieren und Bereiche sinnvoll nutzen können. Die Interdisziplinäre Notaufnahme liegt künftig eingebettet in die diagnostischen Bereiche. Die Zentrale Patientenaufnahme, mit der wir die Menschen bei uns willkommen heißen, wird an der Nahtstelle zwischen Bestands- und Neubau ein Dreh- und Angelpunkt für ambulante Anmeldungen. Daran schließen sich die Zentrale Sprechstunde sowie moderne Behandlungsräume und Wartebereiche an“, sagt André Mertel, Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken. „Mit Blick auf die ambulante und stationäre Versorgung werden wir unser Klinikprofil in Schorndorf noch passgenauer auf die Bedürfnisse der Menschen feinjustieren können.“
Im Neubau werden neben der Notaufnahme im Erdgeschoss die Endoskopie, das Herzkatheterlabor, die Radiologie mit Magnetresonanztomografie, Computertomografie und Angiografie sowie eine zentrale Aufnahme- und Überwachungsstation einziehen. Im ersten Obergeschoss sind eine Intensivstation mit Intermediate-Care-Bereich (IMC, eine Behandlungsstufe zwischen Intensivmedizin und Normalstation) und einer Stroke-Unit (zur Schlaganfallversorgung) mit insgesamt 28 Betten geplant. Im zweiten Obergeschoss entstehen neue Operations- und Behandlungsräume mit acht OP-Sälen und drei Kreißsälen.
Weitere Informationen über die Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet unter www.rems-murr-kliniken.de und in den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.