Informationsangebote und Wanderausstellung vom 1. bis zum 29. Juli 2026 | Expertinnen und Experten beantworten jeden Mittwoch im Juli von 15 bis 17 Uhr Fragen
Essstörungen, Ängste und Schulvermeidung: Seit zehn Jahren hilft die Kinder- und Jugendpsychosomatik am Rems-Murr-Klinikum Winnenden betroffenen Kindern und Jugendlichen mit psychosomatischen Erkrankungen. Anlässlich dieses Jubiläums lädt der Fachbereich die interessierte Öffentlichkeit den gesamten Juli in die Magistrale des Rems-Murr-Klinikums Winnenden ein. Dort informiert eine Wanderausstellung über Essstörungen und es gibt Informationsangebote zur Arbeit der Kinder- und Jugendpsychosomatik. Darüber hinaus stehen jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr Expertinnen und Experten für Fragen zur Verfügung.
Die Kinder- und Jugendpsychosomatik am Rems-Murr-Klinikum Winnenden betreut vor allem Kinder und Jugendliche, die durch psychosomatische Erkrankungen belastet sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Adipositas.
Herzstück des Informationsangebots ist die Wanderausstellung „Klang meines Körpers“ zum Themenkomplex Essstörungen des gemeinnützigen Vereins „Werkstatt Lebenshunger e.V.“ aus Düsseldorf. Die Ausstellung wurde von ehemaligen Patientinnen und Patienten gemeinsam mit einer Musiktherapeutin gestaltet. Sie setzt sich unter anderem mit Ursachen und Symptomen von Essstörungen auseinander und zeigt zugleich Wege aus der Erkrankung auf. Ergänzt wird die Ausstellung durch Informationen über den Fachbereich und Materialien von Fachstellen des Arbeitskreises Essstörungen.
Die Kinder- und Jugendpsychosomatik am Rems-Murr-Klinikum Winnenden verfügt über insgesamt sechs Behandlungsplätze für Betroffene vom 12. bis zum 18. Lebensjahr. Zu den Behandlungsschwerpunkten zählen neben Essstörungen auch somatoforme Störungen sowie Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen. Für jede Patientin und jeden Patienten wird ein individuelles Therapiekonzept erstellt. Dazu gehören Einzel- und Gruppenpsychotherapien, Kunst-, Theater- und Physiotherapien, soziales Kompetenztraining, Familiengespräche, Sport und erlebnispädagogische Gruppenangebote wie Reittherapie oder Ausflüge. Einmal pro Woche wird in Abstimmung mit einer Ernährungsberatung gekocht. Aufgrund des komplexen Krankheitsbildes sind Betroffene durchschnittlich rund 100 Tage in Behandlung. Während dieser Zeit besuchen sie die hauseigene Klinikschule Rems Murr, die sie in den Hauptfächern unterrichtet und bei der Rückkehr in Schule und Alltag unterstützt.
Workshops für Schülerinnen und Schüler
Im Rahmen des Jubiläums bietet die Kinder- und Jugendpsychosomatik zudem Workshops zum Thema Essstörungen für Schülerinnen und Schüler an. Bislang nehmen zwölf Schulklassen ab der achten Klassenstufe mit rund 250 Schülerinnen und Schülern das Angebot wahr. Die Workshops werden von zwei Mitgliedern des Arbeitskreises Essstörungen durchgeführt. Inhalte sind unter anderem Psychoedukation, Auseinandersetzung mit dem Thema Essstörungen und Prävention durch beispielsweise das „Rezept für Lebensfreude“.
Weitere Informationen über die Rems-Murr-Kliniken und medizinische Videos zu Krankheitsbildern und Therapien gibt es im Internet unter www.rems-murr-kliniken.de und in den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.